Dienstag, 11. November 2014
Der blaue Eimer wird digital ...
Rückblick: Unser blauer Eimer war eine Erfindung von Brigitta Bartus in unserem Kontaktzonen-Training. Very simple: Leckerli kommt auf den blauen Eimer, macht Hope die Kontaktzone korrekt, darf sie sich das Leckerli holen, ansonsten ist es weg.
Das einzige Problem dabei: es braucht einen Leckerli-Wächter, der auch noch weiß, ob die Übung korrekt war oder nicht.
Beim Seminar mit Felicitas Rinnert (Feli) lernte ich den vollautomatischen blauen Eimer kennen: das Leckerli ist im Gehäuse und dieses öffnet sich via Fernbedienung, wenn die Übung korrekt war.
Zum Einsatz kam der Automat, weil Hope im Slalom schnell ausfädelt, wenn ich nicht neben ihr bleibe. Seitlich absetzen geht gar nicht und einen Wechsel nach dem Slalom darf ich keinesfalls zu früh ansetzen. Also absolut nogo für einen A3 Hund.
Die Konditionierung ist simpel. Hund sitzt und guckt das Teil an, Teil geht auf, Hund darf Leckerli nehmen und freut sich. Felis Bauernente war aber wohl auch extrem lecker.
Hops hat das natürlich sehr schnell verstanden und guckte schon am Start, ob auch keiner den wunderbaren Spender wegnimmt. Die ersten Übungen waren wegen dieser Ablenkung eher suboptimal. Aber dann konnte ich am Slalom machen, was ich wollte - Hope donnerte erst den Slalom zu Ende und dann guckte sie, wo ich eventuell zwischenzeitlich abgeblieben bin.
Damit war der Wunsch da, so ein Teil zu haben. Aber Urlaub und diverse andere Aktivitäten haben mich dann erst mal abgelenkt.
Dann letzte Woche wieder mal Training bei Brigitta. Legendärer Parcours. Und der Slalom führt direkt in den Tunnel. Wir sind grandios gescheitert. Hope hat den Slalom nicht einmal zu Ende gemacht. Entweder war sie nach der vorletzten Stange im Tunnel - oder ist mir gefolgt.
Aber dann holte Brigitta den roten Eimer (also ein blauer Eimer, der aber diesmal rot war - der farbliche Unterschied war Hope nicht wirklich wichtig)
Und siehe da - plötzlich ging das mit dem Slalom. Da war weder der Tunnel interessant noch wohin ich mich bewege … und in diesem Moment war dann definitiv klar, dass wir das Training so unterstützen sollten.
Unglücklicherweise konnte ich Brigitta nicht einfach einpacken, also musste dann doch der Leckerli-Automat her.
USA hat ihn wohl schon verschickt und ich bin sehr gespannt, wann das Teil hier eintrifft.
Über eventuelle Probleme und Fallstricke, aber vor allem über das Training werde ich hier in Wort und Bild berichten.
03.12.2014
Die Bestellung in USA hat wunderbar geklappt und nun steht das tolle Teil schon ein Weilchen bei uns rum, ohne zum Einsatz zu kommen. Habe natürlich die Funktion getestet und dabei die Konditionierung aufgefrischt.
Ich kann ja mittlerweile mit nem Dis ganz gut leben (sonst wäre ich vermutlich nicht mehr unter den Lebenden), meist sind diese ja auf Führfehler meinerseits zurückzuführen. Aber ein Dis am Reifen - den wir in letzter Zeit ja schon öfter mal trainieren - das war schon echt bitter. Zumal der Rest des Parcours eigentlich ganz gut geklappt hat.
Also heute früher ins Training gefahren, Reifen und 2 Sprünge davor gestellt, Automat dahinter und natürlich mit richtig feinen Leckerlis bestückt. Ich stand noch am Start, da war Hops schon im Ziel und futterte ihre Belohnung.
Das ganze dann noch mal am Slalom getestet - Madame guckt nicht mal, wo ich bin. Einfädeln, durchrattern und Belohnung kassieren. Sehr sehr geil!
Ich werde das definitiv verstärkt ins Training einbauen. Letztendlich zahlt sich das spätestens bei der Parcoursbegehung aus, wenn man so führt, wie geführt werden sollte und keine Kompromisse macht, weil man dem Hund diese oder jede Sache nicht zutraut.
Achtung, 2015 - wir kommen! ;-)
Sonntag, 31. August 2014
Focus wieder auf FUN
Zu viel wollen heißt oft nichts schaffen.
Jedes Wochenende auf Turnier, 2-3 x die Woche Training. Aus Fun wurde irgendwann Zwang. Und dann Frust. Je mehr ich wollte, desto weniger hat geklappt. Hops kann schnell. Aber meist dann eben ohne mich, und der Weg, den sie sich dann ausdenkt, ist nicht zwingend der, den Richter so ganz gut fand.
Zumindest hab ich es verstanden und die Notbremse gezogen. Urlaub und Treffen mit Freunden statt Turnier. Und im gesamten August grad mal 2 Turnierchen. Wegen der Kollie-Reparatur dann auch noch mal Trainingspause.
Dafür wieder mehr gekocht und fotografiert. Und natürlich mein Lauftraining. 3 x die Woche in sich steigernden Schwierigkeitsgraden.
Heute konnte mich nicht mal das miese Wetter davon abhalten nach Speyer zu fahren. ENDLICH - und unter Turnierbedingungen mal den Trainingsfortschritt testen.
A-Lauf war okay. Das Problem hinter dem Slalom zu wechseln ist ja nicht neu. Eigentlich müsste ein A3-Hund das können. Aber ein A3-Führer sollte das dann trotzdem vom Timing her besser hinkriegen.
Wir werden daran arbeiten!
Dann der Jumping. Die Art und Weise wie Lothar Thurm die Hürden stellt ist schon speziell. Irgendwie so bissi tückisch versetzt. Wobei ich mit tückisch nicht gemein oder hundeunfreundlich meine.
Hindernis 3 war der Tunnel, danach ging es 180 Grad in den Slalom. Hab zuviel Druck aufgebaut und Hops nicht einfädeln lassen. Also neu angesetzt. Nach dem Slalom hab ich auf den Wechsel verzichtet und ein Weg in den Tunnel gemacht. 4 versetzte Hindernisse - Franzose ins außen - Belgier ins Außen und Franzose in den Tunnel. Rennen! Rennen! Rennen! Das Hops arbeitet einfach nur genial, vor und weg von mir, reagiert auf kleinste Anweisungen. Noch ein Franzose nach dem Tunnel. Und dann sind wir im Ziel - trotz Verweigerung für uns UNFASSBARE 4,80 Meter/Sekunde.
Immerhin der 5. Platz und der 4. in der Kombi.
Aber viel wichtiger war, dass ich wieder Spaß hatte und den Glauben an unser Team zurückgefunden habe. Auch wenn wir noch viel Luft nach oben haben - wir werden nie bei den ganz Großen und ganz Schnellen mitlaufen. Aber das war ja auch nie das Problem.
Jedes Wochenende auf Turnier, 2-3 x die Woche Training. Aus Fun wurde irgendwann Zwang. Und dann Frust. Je mehr ich wollte, desto weniger hat geklappt. Hops kann schnell. Aber meist dann eben ohne mich, und der Weg, den sie sich dann ausdenkt, ist nicht zwingend der, den Richter so ganz gut fand.
Zumindest hab ich es verstanden und die Notbremse gezogen. Urlaub und Treffen mit Freunden statt Turnier. Und im gesamten August grad mal 2 Turnierchen. Wegen der Kollie-Reparatur dann auch noch mal Trainingspause.
Dafür wieder mehr gekocht und fotografiert. Und natürlich mein Lauftraining. 3 x die Woche in sich steigernden Schwierigkeitsgraden.
Heute konnte mich nicht mal das miese Wetter davon abhalten nach Speyer zu fahren. ENDLICH - und unter Turnierbedingungen mal den Trainingsfortschritt testen.
A-Lauf war okay. Das Problem hinter dem Slalom zu wechseln ist ja nicht neu. Eigentlich müsste ein A3-Hund das können. Aber ein A3-Führer sollte das dann trotzdem vom Timing her besser hinkriegen.
Wir werden daran arbeiten!
Dann der Jumping. Die Art und Weise wie Lothar Thurm die Hürden stellt ist schon speziell. Irgendwie so bissi tückisch versetzt. Wobei ich mit tückisch nicht gemein oder hundeunfreundlich meine.
Hindernis 3 war der Tunnel, danach ging es 180 Grad in den Slalom. Hab zuviel Druck aufgebaut und Hops nicht einfädeln lassen. Also neu angesetzt. Nach dem Slalom hab ich auf den Wechsel verzichtet und ein Weg in den Tunnel gemacht. 4 versetzte Hindernisse - Franzose ins außen - Belgier ins Außen und Franzose in den Tunnel. Rennen! Rennen! Rennen! Das Hops arbeitet einfach nur genial, vor und weg von mir, reagiert auf kleinste Anweisungen. Noch ein Franzose nach dem Tunnel. Und dann sind wir im Ziel - trotz Verweigerung für uns UNFASSBARE 4,80 Meter/Sekunde.
Immerhin der 5. Platz und der 4. in der Kombi.
Aber viel wichtiger war, dass ich wieder Spaß hatte und den Glauben an unser Team zurückgefunden habe. Auch wenn wir noch viel Luft nach oben haben - wir werden nie bei den ganz Großen und ganz Schnellen mitlaufen. Aber das war ja auch nie das Problem.
Dienstag, 1. Juli 2014
Agility 2014 - Halbzeit
Da wir an keinem der Hallenturniere einen Startplatz ergattern konnten, begann unsere Agility-Saison nach einer 2-monatigen Winterpause am 05. Januar in Heidelberg-Kirchheim. Zum Glück war Irene Richterin und ich konnte bei der Anreise den Telefonjoker nutzen - sonst würden wir vermutlich heute noch in und um Kirchheim herum irren.
Beim Faschingsturnier des Bergsträßer Agility-Clubs liefen Hops und ich dann unsere 2. Quali. Ein Lauf, der wieder einmal eindrucksvoll demonstrierte: vertraue deinem Hund!!! 2 Tunnel lauerten vor der Wand und auch sonst gab es noch so ein-zwei Tücken … aber das Hops kam endlich mal wieder fehlerfrei ins Ziel.
Am 21. März in Sinsheim liefen wir unsere 3. Quali - tatsächlich Aufstieg in die A2. Und gleich beim zweiten Start am übernächsten Tag starteten wir mit der 1. Quali Richtung A3.
Die nächste Quali kam dann schon am 29. März in Dossenheim. Und schon am 27. April liefen wir in Burgfarnbach die dritte Quali, die uns in die A3 katapultierte.
Damit soll des Zahlenwerks fast schon genug sein. Ganze sieben Mal rollte das Agi-Mobil 2014 schon vom Hof. In Friedrichsthal und Sinsheim lernten wir auch das Minimal-Camping kennen - null Platz für Zaun und Co. - aber direkt am Geschehen.
Bei den Wünschen für 2014 zum Jahreswechsel steht noch der Aufstieg in die A2. A3 fand ich für Hops und mich eigentlich eine Nummer zu hoch. Aber bange machen gilt ja nicht und nun heben wir unser Bein nun mal mit den ganz Großen. Und es macht Spaß. Richtig Spaß. Nein, nicht das Beinheben, aber die Parcours. Im Training und auch bei den diversen Seminaren laufen wir ja nun auch recht anspruchsvolle Sachen. Meine größte Sorge war eigentlich unsere Zeit. 4 Meter pro Sekunde ist für uns im Moment noch ganz schön hart. Aber wir arbeiten dran.
Nach den ersten Erfolgen ist derzeit eher wenig berauschend. DDD. Dusselige Doppel Dis. Aber - ohne das schönreden zu wollen - habe ich den Eindruck, dass Hope, vielleicht nicht zuletzt durch das viele Training, selbstbewusster und eigenständiger geworden ist. Auch schneller. Und das finde ich einfach nur gut. Jetzt müssen und werden wir uns auf dieser neuen Ebene wieder finden.
Nichtsdestowenigertrotzdem macht mir unser Agi-Zigeunerleben wahnsinnig Spaß. Und diesen kleinen Hopse-Hund liebe ich mit jeder Faser meines Herzens. Und ich genieße jeden Lauf, jede Sekunde. Schicksalshund.
Beim Faschingsturnier des Bergsträßer Agility-Clubs liefen Hops und ich dann unsere 2. Quali. Ein Lauf, der wieder einmal eindrucksvoll demonstrierte: vertraue deinem Hund!!! 2 Tunnel lauerten vor der Wand und auch sonst gab es noch so ein-zwei Tücken … aber das Hops kam endlich mal wieder fehlerfrei ins Ziel.
Am 21. März in Sinsheim liefen wir unsere 3. Quali - tatsächlich Aufstieg in die A2. Und gleich beim zweiten Start am übernächsten Tag starteten wir mit der 1. Quali Richtung A3.
Die nächste Quali kam dann schon am 29. März in Dossenheim. Und schon am 27. April liefen wir in Burgfarnbach die dritte Quali, die uns in die A3 katapultierte.
Damit soll des Zahlenwerks fast schon genug sein. Ganze sieben Mal rollte das Agi-Mobil 2014 schon vom Hof. In Friedrichsthal und Sinsheim lernten wir auch das Minimal-Camping kennen - null Platz für Zaun und Co. - aber direkt am Geschehen.
Bei den Wünschen für 2014 zum Jahreswechsel steht noch der Aufstieg in die A2. A3 fand ich für Hops und mich eigentlich eine Nummer zu hoch. Aber bange machen gilt ja nicht und nun heben wir unser Bein nun mal mit den ganz Großen. Und es macht Spaß. Richtig Spaß. Nein, nicht das Beinheben, aber die Parcours. Im Training und auch bei den diversen Seminaren laufen wir ja nun auch recht anspruchsvolle Sachen. Meine größte Sorge war eigentlich unsere Zeit. 4 Meter pro Sekunde ist für uns im Moment noch ganz schön hart. Aber wir arbeiten dran.
Nach den ersten Erfolgen ist derzeit eher wenig berauschend. DDD. Dusselige Doppel Dis. Aber - ohne das schönreden zu wollen - habe ich den Eindruck, dass Hope, vielleicht nicht zuletzt durch das viele Training, selbstbewusster und eigenständiger geworden ist. Auch schneller. Und das finde ich einfach nur gut. Jetzt müssen und werden wir uns auf dieser neuen Ebene wieder finden.
Nichtsdestowenigertrotzdem macht mir unser Agi-Zigeunerleben wahnsinnig Spaß. Und diesen kleinen Hopse-Hund liebe ich mit jeder Faser meines Herzens. Und ich genieße jeden Lauf, jede Sekunde. Schicksalshund.
Montag, 5. Mai 2014
5 Tage Agility-Marathon in Bad Liebenzell - auf der Mai-Challenge 2014
Letztes Jahr waren wir mehr oder weniger zufällig auf der Baliisto gelandet - aber nach 3 unvergesslichen Tagen haben wir uns geschworen: 2014 sind wir wieder dabei!
Gesagt, gemeldet. Da waren Hops und ich aber noch in der A1. Aber hastenichtgesehen sind wir Ostern dann in die A3 gehopst - und bei der Lektüre der Starterliste in der A3 Large wurde mir dann doch leicht schwummrig. Die 61 bis 78 Starter an den 5 Tagen lasen sich wie das Who is Who des Agility - und da sollten das kleine Hopseding und ich nun wirklich mitmachen? Zugegeben, es brauchte ein paar aufmunternde Worte meiner Trainerinnen Irene und Ingeborg und ein Sondercoaching von Friedrich J. Suhr - und den Ausschlag gab dann ein Blick in die wunderschönen bernsteinfarbenen Augen von Hope - wenn nicht jetzt, wann dann - wenn nicht wir, wer sonst … und bekanntlich ist Agility ja in erster Linie Fun.
Mittwoch um 11 ging es gerade rechtzeitig genug los, um sämtliche Staus zu umgehen. Diesmal hatten wir uns auf dem Camping-Platz eingebucht, wunderschön im Schatten von Burg Liebenzell gelegen, ruhig, gepflegt, sehr freundliche Leute.
Mit Donna ging ich auf Erkundung zum Eisstadion - zu Fuß knapp 20 Minuten.
Aber da das Wetter nur in einer recht ausgeprägten Tendenz zu Nässe beständig war und unser letzter Lauf erst gegen 22:30 Uhr angesetzt war, brachte ich in einer Gewitterpause Donna zurück zum Agimobil und fuhr dann mit Hops und dem Kollie zu unserem ersten Start.
Unser erster Lauf in Bad Liebenzell bekam das Prädikat "schönes Dis". Das ist eigentlich auch schon das einzige, woran ich mich erinnern kann.
Tag 2 stellte dann Alex die Parcours. Kurz vor Schluss wurde Hops dann höchst unfair von einem Wandertunnel angegriffen - Dis. Und weil's so schön war, im Jumping noch mal. Aber auch am Donnerstag waren beides schöne Läufe und vor allem Hope hatte viel Spaß ;-)
Freitag hatten wir wieder Spätschicht. Normalerweise sitze ich um die Zeit auf der Couch. Aber trotzdem - diesmal lief es rund und wir hatten unseren Nuller und bekamen ein Schleifchen für "clean run". Und landeten immerhin auf Platz 13 der 61 Starter. Ooops. Und weil es so schön war, im Jumping noch mal ein Nuller - das gab dann den unfassbaren 6. Platz in der Kombiwertung.
Samstag gab es dann 2 x V5, dank Zeitfehlern SG. Aber ich schwebte eh noch auf Wolke 7. Und Platz 9 in der Kombi ist ja echt schon wieder hammergenial.
Sonntag - leider schon Abschied. Ich hätte auch noch weitergemacht. Heute waren die Parcours von Andi Pollich. Hatte ich eigentlich mal ein Problem mit "außen"? Null Fehler im A-Lauf und im Jumping, 10. Platz.
Auch jenseits des Agility waren die Tage in Bad Liebenzell einfach fun-tastisch. Die Stimmung war einfach mitreißend, gemeinsam fieberten wir auf der Tribüne - wobei Fieber und die dort herrschende Grufteskälte so gar nicht zusammenpassen … die Organisation war wie immer bei den Odenthalern perfekt - und abends gab es dann spannende Rommee-Duelle im Agimobil.
Gesagt, gemeldet. Da waren Hops und ich aber noch in der A1. Aber hastenichtgesehen sind wir Ostern dann in die A3 gehopst - und bei der Lektüre der Starterliste in der A3 Large wurde mir dann doch leicht schwummrig. Die 61 bis 78 Starter an den 5 Tagen lasen sich wie das Who is Who des Agility - und da sollten das kleine Hopseding und ich nun wirklich mitmachen? Zugegeben, es brauchte ein paar aufmunternde Worte meiner Trainerinnen Irene und Ingeborg und ein Sondercoaching von Friedrich J. Suhr - und den Ausschlag gab dann ein Blick in die wunderschönen bernsteinfarbenen Augen von Hope - wenn nicht jetzt, wann dann - wenn nicht wir, wer sonst … und bekanntlich ist Agility ja in erster Linie Fun.
Mittwoch um 11 ging es gerade rechtzeitig genug los, um sämtliche Staus zu umgehen. Diesmal hatten wir uns auf dem Camping-Platz eingebucht, wunderschön im Schatten von Burg Liebenzell gelegen, ruhig, gepflegt, sehr freundliche Leute.
Mit Donna ging ich auf Erkundung zum Eisstadion - zu Fuß knapp 20 Minuten.
Aber da das Wetter nur in einer recht ausgeprägten Tendenz zu Nässe beständig war und unser letzter Lauf erst gegen 22:30 Uhr angesetzt war, brachte ich in einer Gewitterpause Donna zurück zum Agimobil und fuhr dann mit Hops und dem Kollie zu unserem ersten Start.
Unser erster Lauf in Bad Liebenzell bekam das Prädikat "schönes Dis". Das ist eigentlich auch schon das einzige, woran ich mich erinnern kann.
Tag 2 stellte dann Alex die Parcours. Kurz vor Schluss wurde Hops dann höchst unfair von einem Wandertunnel angegriffen - Dis. Und weil's so schön war, im Jumping noch mal. Aber auch am Donnerstag waren beides schöne Läufe und vor allem Hope hatte viel Spaß ;-)
Freitag hatten wir wieder Spätschicht. Normalerweise sitze ich um die Zeit auf der Couch. Aber trotzdem - diesmal lief es rund und wir hatten unseren Nuller und bekamen ein Schleifchen für "clean run". Und landeten immerhin auf Platz 13 der 61 Starter. Ooops. Und weil es so schön war, im Jumping noch mal ein Nuller - das gab dann den unfassbaren 6. Platz in der Kombiwertung.
Samstag gab es dann 2 x V5, dank Zeitfehlern SG. Aber ich schwebte eh noch auf Wolke 7. Und Platz 9 in der Kombi ist ja echt schon wieder hammergenial.
Sonntag - leider schon Abschied. Ich hätte auch noch weitergemacht. Heute waren die Parcours von Andi Pollich. Hatte ich eigentlich mal ein Problem mit "außen"? Null Fehler im A-Lauf und im Jumping, 10. Platz.
Auch jenseits des Agility waren die Tage in Bad Liebenzell einfach fun-tastisch. Die Stimmung war einfach mitreißend, gemeinsam fieberten wir auf der Tribüne - wobei Fieber und die dort herrschende Grufteskälte so gar nicht zusammenpassen … die Organisation war wie immer bei den Odenthalern perfekt - und abends gab es dann spannende Rommee-Duelle im Agimobil.
Auch 2015 sind wir hoffentlich wieder dabei. Und bis dahin haben wir ein gutes Stück Arbeit vor uns. Auch wenn wir in den letzten Tagen ganz gut weg gekommen sind - mein eher chaotischer (oder spontaner ;-) ) Führstil bremst Hope doch sehr aus - sie bleibt halt sehr brav bei mir und damit schließen sich gewissen Zeiten halt von vornherein aus.
Wir haben ein paar spannende Seminare vor uns und ich freue mich einfach darauf, das was ich am liebsten mache noch ein wenig besser zu machen.
Aber das allerallerwichtigste ist der Spaß und die Begeisterung, mit diesem wunderbaren kleinen Hopseding laufen zu können.
War mal wieder ein wenig länger - danke für die Aufmerksamkeit ;-)
Dienstag, 29. April 2014
Ein Jahr danach ...
Beim Sprendlinger Frühjahrsturnier 2013 hatten Hops und ich unseren allerersten wackligen Versuch auf dem Agility-Turnier-Parkett - 2014 hatten wir unsere Premiere in der A3.
Die Parcours von Marcus Wenzel waren wirklich sehr rund und eigentlich schön zu laufen - hatten aber eine überraschend hohe Dis-Quote.
Hops und ich liefen weder besonders schön noch sehr rund, aber wir hatten einen der beiden Nuller und landeten damit auf dem 2. Platz.
Warum ich diese ganz besondere Sieger-Ehrung verpasste, ist eine andere Geschichte - aber zum Glück ebenfalls mit Happy End.
Nächstes Etappenziel unserer kleinen Agility-Karawane ist nun Bad Liebenzell und die Balisto Mai-Challenge.
Bei der Lektüre der Starterliste in der A3 Large könnte einem schon leicht schwindelig werden - und die Parcours, die Alex Beitl und die Pollichs da stellen werden, sind sicher auch ne ganz nette Herausforderung für Hops und mich - aber wir haben es ja nicht anders gewollt - und wir geben einfach wie immer unser Bestes …
Die Parcours von Marcus Wenzel waren wirklich sehr rund und eigentlich schön zu laufen - hatten aber eine überraschend hohe Dis-Quote.
Hops und ich liefen weder besonders schön noch sehr rund, aber wir hatten einen der beiden Nuller und landeten damit auf dem 2. Platz.
Warum ich diese ganz besondere Sieger-Ehrung verpasste, ist eine andere Geschichte - aber zum Glück ebenfalls mit Happy End.
Nächstes Etappenziel unserer kleinen Agility-Karawane ist nun Bad Liebenzell und die Balisto Mai-Challenge.
Bei der Lektüre der Starterliste in der A3 Large könnte einem schon leicht schwindelig werden - und die Parcours, die Alex Beitl und die Pollichs da stellen werden, sind sicher auch ne ganz nette Herausforderung für Hops und mich - aber wir haben es ja nicht anders gewollt - und wir geben einfach wie immer unser Bestes …
Herzige Ostern in Burgfarnbach - und Aufstieg in die A3
Von Susanne, Susa und Irene hatten wir schon so viel über die tollen Turniere in Burgfarnbach gehört - Ostern war es dann endlich soweit und wir konnten das alles live in echt und Farbe miterleben.
Gut Zennholz ist wirklich eine Traum-Location für Agility-Turniere. Unser Agi-Mobil fand einen sehr netten Platz mit Blick auf das Turnier-Viereck (okay, die Aussicht war nicht unverbaubar, aber für die spanische Alarmanlage war das ganz okay), wir hatten sehr reizende, wenn auch nur eingeschränkt trinkfeste Nachbarn (hahaha) - das Wetter war bis auf den Karfreitag sehr erträglich und es waren einfach nur 4 absolut geniale Turniertage.
Donna und Flychen hatten vor allem am Samstag beim Tunnel-Spiel ihren Spaß.
Samstag Abend ging es dann in der Scheune musikalisch und auch sonst so richtig rund. Da drehten sich dann Pferde und Fliegen, Lassos wirbelten und das Ganze stand ganz klar unter dem Motto "wenn nicht jetzt, wann dann …?"
Das ist am nächsten Morgen mal ganz kurz den Parcours ausgeblendet hatte, lag aber sicher nicht an den leckeren Likörchen *hicks*
Doch am Ostermontag war es dann doch soweit - fehlerfreier Lauf und damit die dritte und letzte Quali für den Aufstieg in die A3 - wer hätte das vor einem Jahr gedacht?
Im Jumping zeigte sich dann auch gleich die Herausforderung für die A3 - schneller, effizienter und "bissiger" müssten wir werden, um nicht nur "unter ferner liefen" zu erscheinen …
Aber noch viel wichtiger, genau genommen das wichtigste überhaupt - wir wollen den Spaß und die Freude an unserem Sport nicht verlieren.
Noch ein paar Fotos …
Gut Zennholz ist wirklich eine Traum-Location für Agility-Turniere. Unser Agi-Mobil fand einen sehr netten Platz mit Blick auf das Turnier-Viereck (okay, die Aussicht war nicht unverbaubar, aber für die spanische Alarmanlage war das ganz okay), wir hatten sehr reizende, wenn auch nur eingeschränkt trinkfeste Nachbarn (hahaha) - das Wetter war bis auf den Karfreitag sehr erträglich und es waren einfach nur 4 absolut geniale Turniertage.
Donna und Flychen hatten vor allem am Samstag beim Tunnel-Spiel ihren Spaß.
Samstag Abend ging es dann in der Scheune musikalisch und auch sonst so richtig rund. Da drehten sich dann Pferde und Fliegen, Lassos wirbelten und das Ganze stand ganz klar unter dem Motto "wenn nicht jetzt, wann dann …?"
Das ist am nächsten Morgen mal ganz kurz den Parcours ausgeblendet hatte, lag aber sicher nicht an den leckeren Likörchen *hicks*
Doch am Ostermontag war es dann doch soweit - fehlerfreier Lauf und damit die dritte und letzte Quali für den Aufstieg in die A3 - wer hätte das vor einem Jahr gedacht?
Im Jumping zeigte sich dann auch gleich die Herausforderung für die A3 - schneller, effizienter und "bissiger" müssten wir werden, um nicht nur "unter ferner liefen" zu erscheinen …
Aber noch viel wichtiger, genau genommen das wichtigste überhaupt - wir wollen den Spaß und die Freude an unserem Sport nicht verlieren.
Noch ein paar Fotos …
Mittwoch, 26. März 2014
3 Tage Agility pur in Sinsheim-Hilsbach - Aufstieg in die A2 und erste Quali für A3
Donnerstag morgen nach dem Aufstehen hatte ich noch gealbert, es wäre doch besser, endlich mal in die A2 aufzusteigen, dann könnte ich wenigstens am WE mal ausschlafen … und gesagt, getan! Der Lauf war sicher nicht schön, aber fehlerfrei - und auch noch der einzige fehlerfreie Lauf - damit hatten Hops und ich die letzte Quali und am Samstag unseren ersten Lauf in der A2.
Toller Rennparcours à la Pollich. Und wie schon oft in den Jumpings entgleitet mir die Kontrolle über das Hopseding, wenn sie ins Rennen kommt. Kontaktzonen? Werden überbewertet. Und was sind das da für 12 Stangen? Erst als ich die Wand wiederhole, kommt etwas Ruhe in unseren Lauf …
Aber ich will ja sowieso nicht so schnell in die A3. Wenn überhaupt ;-)
Beim Jumping verpasse ich dann noch die Parcourbegehung und habe ein wunderbar schnelles Dis, weil ich Hops in den falschen Tunneleingang schicke ...
Sonntag gegen halb vier haben Hops und ich dann unseren zweiten Auftritt in der A2. Der Parcours ist wieder recht laufintensiv und hat gewisse Tücken eingebaut. Aber Hope und mir scheint er zu liegen, denn wir erreichen das Ziel fehlerfrei (als einzige) und landen damit schon zum zweiten Mal an diesem Wochenende auf dem ersten Platz.
Diesmal gibt es sogar ein Video, dass bei mir schnell in den Top Ten der meistgeschauten Videos landet. Denn auch wenn ich mir fast die Seele aus dem Leib gerannt habe - wir sind immer noch definitiv zu langsam. Der erste Zeitfresser sind die Kontaktzonen, weil Hope auf der Mitte der Zone verharrt und dann aufreizend langsam in die Position krabbelt. Und da Frauchen dann dem Hops fasziniert zuschaut, wie sie in den Tunnel rennt und damit nie rechtzeitig an dem nächsten Sprung ist um eine enge, zeitsparende Wendung einzuleiten, verlieren wir da schon wieder wertvolle Sekunden.
Aber wenn ich mal rückblende … vor einem Jahr hätte ich davon doch nicht zu träumen gewagt. Da hatten wir noch nicht einen einzigen Start, da sprang das Hopsekind noch nicht mal die 60 Zentimeter. Da jammern wir heute doch auf sehr hohem Niveau ;-)
Aber auch jenseits der sportlichen Erfolge war es ein fun-tastisches Wochenende. Wie immer bei den Odenheimern perfekt organisiert. Und die Pommes im Reiterstübchen einfach megalecker. Auch so mittenmang zwischen 30 anderen Campern und direkt vor de Halle ist schon genial. Wird mir nach dieser Erfahrung in Bad Liebenzell im Mai auch fehlen. Wobei es da mit unserer spanischen Sirene so ganz mitten im Geschehen schon recht laut werden könnte, wenn wir bei hoffentlich schönem Wetter draußen sitzen.
Samstag eröffnen wir in Dossenheim für uns erst mal die Outdoor-Saison. Und da freu ich mich schon richtig drauf.
Toller Rennparcours à la Pollich. Und wie schon oft in den Jumpings entgleitet mir die Kontrolle über das Hopseding, wenn sie ins Rennen kommt. Kontaktzonen? Werden überbewertet. Und was sind das da für 12 Stangen? Erst als ich die Wand wiederhole, kommt etwas Ruhe in unseren Lauf …
Aber ich will ja sowieso nicht so schnell in die A3. Wenn überhaupt ;-)
Beim Jumping verpasse ich dann noch die Parcourbegehung und habe ein wunderbar schnelles Dis, weil ich Hops in den falschen Tunneleingang schicke ...
Sonntag gegen halb vier haben Hops und ich dann unseren zweiten Auftritt in der A2. Der Parcours ist wieder recht laufintensiv und hat gewisse Tücken eingebaut. Aber Hope und mir scheint er zu liegen, denn wir erreichen das Ziel fehlerfrei (als einzige) und landen damit schon zum zweiten Mal an diesem Wochenende auf dem ersten Platz.
Diesmal gibt es sogar ein Video, dass bei mir schnell in den Top Ten der meistgeschauten Videos landet. Denn auch wenn ich mir fast die Seele aus dem Leib gerannt habe - wir sind immer noch definitiv zu langsam. Der erste Zeitfresser sind die Kontaktzonen, weil Hope auf der Mitte der Zone verharrt und dann aufreizend langsam in die Position krabbelt. Und da Frauchen dann dem Hops fasziniert zuschaut, wie sie in den Tunnel rennt und damit nie rechtzeitig an dem nächsten Sprung ist um eine enge, zeitsparende Wendung einzuleiten, verlieren wir da schon wieder wertvolle Sekunden.
Aber wenn ich mal rückblende … vor einem Jahr hätte ich davon doch nicht zu träumen gewagt. Da hatten wir noch nicht einen einzigen Start, da sprang das Hopsekind noch nicht mal die 60 Zentimeter. Da jammern wir heute doch auf sehr hohem Niveau ;-)
Aber auch jenseits der sportlichen Erfolge war es ein fun-tastisches Wochenende. Wie immer bei den Odenheimern perfekt organisiert. Und die Pommes im Reiterstübchen einfach megalecker. Auch so mittenmang zwischen 30 anderen Campern und direkt vor de Halle ist schon genial. Wird mir nach dieser Erfahrung in Bad Liebenzell im Mai auch fehlen. Wobei es da mit unserer spanischen Sirene so ganz mitten im Geschehen schon recht laut werden könnte, wenn wir bei hoffentlich schönem Wetter draußen sitzen.
Samstag eröffnen wir in Dossenheim für uns erst mal die Outdoor-Saison. Und da freu ich mich schon richtig drauf.
Sonntag, 2. März 2014
Faschingsturnier beim BAC 01. + 02. März 2014
Über den Samstag gibt es nicht viel zu sagen - außer, dass man aus Fehlern lernen kann … und dafür war dann der Sonntag das beste Beispiel …
Irenes Parcourseröffnung war für meinen kleinen Kontaktzonen-Junkie fast schon eine Provokation: 2 Sprünge geradeaus auf die Wand zu - aber statt auf die Wand erst mal rechts in den Tunnel und dann noch mal an der Wand vorbei links in den Tunnel.
Ich ertappte mich schon dabei, das Dis vorweg zu nehmen, mich auf die fast schon unlösbare Problematik zu konzentrieren - aber dann erinnerte ich mich an meinen netten Vorsatz "vertraue deinem Hund". Hops kann das. Hops folgt mir, wenn ich führe, sicher führe, mir sicher bin, so dass sie mir auch vertrauen und folgen kann.
Beim Warmmachen wurde das mein Credo. Und das begleitete mich an den Start. (Memo: ich brauche mal ein Halsband, dass ich ohne Fummelei abbekomme). Und siehe da - die Wand ist überhaupt kein Problem - Tunnel rechts, Tunnel links - Wand - Sprung - Tunnel - Sprung - Slalom - Sprung - Tunnel. Hier wird es noch mal kitzelig, denn Hops muss nach dem Tunnelausgang erst zurück zu mir und dann gerade aus weiter auf Sprung und Steg. Aber da ich mein "zu-früh-zucken"-Problem kenne und diesmal ausblende, landen wir sicher auf dem Steg und auch der Abgang klappt (nein, nicht so wie ich mir das vorstelle, aber daran werden wir weiter arbeiten) - Sprung und rum und Zielsprung - Null Fehler, 2. Platz und 2. Quali!
Donnerstag, 23. Januar 2014
Kontaktfreudig - Hope und der blaue Eimer
Eigentlich war das ein schöner Lauf am Wochenende - sogar das "weg" hat geklappt - aber dann kam der Steg und das Hopseding hat die Zone zwar getroffen, aber nicht gestanden ... ich konnte mich so nicht absetzen und mit einem Pfiff zerplatzten die Träume von einer Quali - falsches Tunnelloch, Dis.
Rückblende: Der Aufbau der Kontaktzonen begann bei uns im Treppenhaus. Und dort klappte das auch sehr gut. Kommando "Base" (nein, das ist keine Schleichwerbung ;-)) und Hope rannte die Treppe runter und blieb mit Hinterpfoten auf der letzten Treppenstufe stehen. Click & Leckerli.
Die "richtigen" Kontaktzonen haben wir auf dem Hundeplatz dann mit seitlichem Aufgang; Kommando "Base" und Belohnung der korrekten Position gefestigt. Eine Zeitlang klappten die Kontaktzonen so auch sehr gut. Aber irgendwann verzögerte Hope auf dem Abgang, schlich sich in die korrekte Position - oder sprang seitlich ab.
Da Hope auch den Slalom am zuverlässigsten arbeitet, wenn ich ihr dabei nicht reinquatsche, hatte ich dann irgendwann den Verdacht, dass das Positionskommando Hope nicht hilft, sondern verunsichert. Und dass sie das Gerät als solches noch nicht verstanden hat, weil ich es quasi in 2 Übungen aufgeteilt habe.
Mitten in diese Überlegungen kam die Einladung zu einem spontanen Kontaktzonen-Seminar bei Brigitta - und meine Spontaneität hat sich mal wieder ausgezahlt, denn ich habe in den gut 2 Stunden wirklich sehr viel verstanden und gelernt.
Bei Brigitta soll der Hund die gesamte Kontaktzone selbständig arbeiten - das heisst, es gibt kein Extra-Kommando für die korrekte Zonenposition, sondern die Zone ist Teil des Geräts. Wichtig ist auch, dass die Belohnung nicht an der Zone aus der Hand erfolgt, sondern erst im Anschluss an das Auflösungskommando von der Pylone - oder eben vom blauen Eimer :-)
Bevor es an die Kontaktzone geht, wird natürlich erst mal Trockenarbeit gemacht, damit Position einnehmen und halten bis zum Auflösekommando aufgebaut und gefestigt werden. Wie das im Detail aussieht, ist natürlich auch abhängig vom Trainingsstand und dem Lernverhalten des Teams. Deswegen gehe ich darauf auch nicht weiter ein (wer mehr darüber wissen will, wendet sich am besten direkt an Brigitta).
Mit Leckerlis, Clicker und dem blauen Eimer (den Brigitta Hope geschenkt hatte, weil sie das Teil so klasse fand :-)) ausgerüstet, machte ich mich daheim an das neue Training. Wie mental anstrengend selbst die kurzen Sequenzen für Hops waren, merkte ich daran, dass sie hinterher platt in ihrer Box lag.
Gestern durfte der blaue Eimer dann mit ins Training. Eigentlich wollten wir nur 2on-2off (dotwo) üben, aber ich hab mich dann relativ intuitiv dazu entschieden, Hope den ganzen Welpensteg arbeiten zu lassen. Ein paar Meter hinter dem Abgang wartete der blaue Eimer mit einem Leckerli - und Susanne, die die Belohnung wegnehmen sollte, falls Hopseding den Abgang nicht steht. Das war genau einmal erforderlich.
Im zweiten Anlauf klappte es super - beim dritten Versuch blieb sie mitten auf dem Abgang stehen und guckte mich an. Hm, das stand leider nicht im Handbuch. Aber da das Trainingsziel ja ist, dass sie die Kontaktzone schnell und sauber abarbeitet, war das nun eigentlich ein klarer Fehlversuch. Ich hab sie also gar nicht erst motiviert, die korrekte Position einzunehmen, sondern vom Abgang geholt und neu angesetzt. Auch diesen Versuch mussten wir neu ansetzen - aber dann war der Groschen gefallen und die Übung klappte auch in der mehrmaligen Wiederholung.
Der nächste Test war dann die Wand, die auf Anhieb fantastisch klappte. Damit wurde der Eimer dann Teil des Trainings-Parcours - und ich bin einfach nur begeistert, wie schön und sicher meine Kleine da mitgearbeitet hat.
Sicher ist noch viel zu tun - aber wir ich habe den Eindruck, dass wir auf einem guten Weg sind.
Neben dem Slalom sind die Kontaktzonen ja die Basics in der Parcoursarbeit. Wenn diese Geräte nicht sitzen, hilft mir der eleganteste Führstil nichts. Obwohl ich an dem vielleicht auch mal ein bisschen arbeiten könnte ... :D
Mittwoch, 24. Juli 2013
Trainingsweltmeister ...
... oder wahlweise: Im Training klappt's immer ... den Spruch fand ich mal komisch - FAND!
Im Training - egal ob Feldweg oder regulär - macht Hops den Slalom zu 99 % zuverlässig. Ebenso die Kontaktzonen.
Im Turnier sind es fast 100 % - dass sie es zuverlässig NICHT bzw. erst im zweiten Anlauf macht.
20. und 21. Juli in Offenbach: brütende Hitze, aber das ist Hops egal. Die ist so wahnsinnig motiviert. Und mittlerweile geht sie freiwillig ins Wasser resp. Plantschbecken ;-)
Ich fand den A-Parcours gar nicht sonderlich schwierig - nur dummerweise stand da ein Slalom rum und der kostet eine Verweigerung und Zeit. Trotzdem Platz 2 - was bei ca. 16 Startern doch für ein recht hohes Trainingsniveau spricht.
Im Spiel spielte Hope das schöne Spiel "da stehen 12 Stangen, was soll das bedeuten" :0 - Dis
Am Sonntag: sowohl im A-Lauf wie auch im Spiel 1 Verweigerung ... unnötig zu erwähnen, an welchem Hindernis ...
Trainerin Ingeborg fand allerdings auch unsere Kontaktzonen etwas optimierungsbedürftig ... ist zwar wahnsinnig niedlich, wenn das Hops oben auf der Wand steht und die Gegend betrachtet ... kostet aber Zeit - und die werden wir ja irgendwann mal brauchen, wenn Hops es schafft, den Slalom zu machen ohne auf Frauchens Befindlichkeiten zu achten ...
denn das hat sich heute im Training mal wieder gezeigt: Hops kann den Slalom, vollkommen selbständig - einfädeln, durchrennen, gucken wo Frauchen ist - aber im Turnier schaffe ich es irgendwie - unbeabsichtigt natürlich - 12 harmlose Stangen in einen brennenden Reifen zu verwandeln ...
Im Training - egal ob Feldweg oder regulär - macht Hops den Slalom zu 99 % zuverlässig. Ebenso die Kontaktzonen.
Im Turnier sind es fast 100 % - dass sie es zuverlässig NICHT bzw. erst im zweiten Anlauf macht.
20. und 21. Juli in Offenbach: brütende Hitze, aber das ist Hops egal. Die ist so wahnsinnig motiviert. Und mittlerweile geht sie freiwillig ins Wasser resp. Plantschbecken ;-)
Ich fand den A-Parcours gar nicht sonderlich schwierig - nur dummerweise stand da ein Slalom rum und der kostet eine Verweigerung und Zeit. Trotzdem Platz 2 - was bei ca. 16 Startern doch für ein recht hohes Trainingsniveau spricht.
Im Spiel spielte Hope das schöne Spiel "da stehen 12 Stangen, was soll das bedeuten" :0 - Dis
Am Sonntag: sowohl im A-Lauf wie auch im Spiel 1 Verweigerung ... unnötig zu erwähnen, an welchem Hindernis ...
Trainerin Ingeborg fand allerdings auch unsere Kontaktzonen etwas optimierungsbedürftig ... ist zwar wahnsinnig niedlich, wenn das Hops oben auf der Wand steht und die Gegend betrachtet ... kostet aber Zeit - und die werden wir ja irgendwann mal brauchen, wenn Hops es schafft, den Slalom zu machen ohne auf Frauchens Befindlichkeiten zu achten ...
denn das hat sich heute im Training mal wieder gezeigt: Hops kann den Slalom, vollkommen selbständig - einfädeln, durchrennen, gucken wo Frauchen ist - aber im Turnier schaffe ich es irgendwie - unbeabsichtigt natürlich - 12 harmlose Stangen in einen brennenden Reifen zu verwandeln ...
Donnerstag, 18. Juli 2013
Eins zwei drei im Sauseschritt ...
läuft die Zeit, wir laufen mit. Klar, wir machen ja auch Agility - da läuft man sogar so agil, dass man nicht mal mehr die Zeit zum Bloggen findet ...
Mal ein kleiner Nachtrag:
Vom 5.- 9. Juni waren wir in Hockenheim. 2 Tage Seminar bei Krizsta und Alex, 2 Tage Turnier - und dazwischen Party mit jeder Menge Baileys ;-)
Außer einer Menge wahnsinnig netter Menschen hab ich an dem WE die Franzosen gelernt "dann musst du rennen wie verrückt" sagte Kriszta immer - und gerannt sind wir. Wie verrückt. 2. Tag war dann bei Alex, dass war dann so der Rundumschliff ... Umsetzen konnten Hops und ich das nicht im anschließenden Turnier - wobei wir einen fulminantes Jumping mit wahnsinnig vielen Franzosen hinlegten, zwischen denen ich mich dann zwischenzeitlich ein wenig desorientiert hatte ...
Dafür lief dann Nina ihre erste Quali, und die hat schließlich schon viel länger darauf hin gearbeitet ...
Für Hops und mich war dann erst mal Pause, weil ich beruflich nach Irland geflogen bin. Mir war ja vorher klar, wie sehr mir meine Hunde fehlen würden. Aber es war doch noch schlimmer. Wenn ich Menschen mit Hunden begegnete, musste ich echt aufpassen, dass ich mir nicht mal eine Extraportion Streicheleinheiten klaue ... ;-) Beim Spaziergang am Blackrock Castle Observatory kam mir dann plötzlich ein klatschnasser Border Collie entgegen. Mein Herz schrie "komm und lass dich streicheln" ... und genau das tat er - ließ sein Spielzeug fallen und kam ne Runde knuddeln ... Herrchen guckte völlig entsetzt auf mein Outfit (Businessanzug) und flüchtete samt Hund ... und ich roch immer wieder an meiner Hand wie ein Junkie an Benzin ...
Vom 28.-30. Juni waren wir dann in Fulda bei den Fiedler Sisters. Hammerhart, konsequent, lang und anstrengend. Und genial. Hier hab ich kapiert, wiiiiie wichtig Lob und Motivation sind. Und dass es so viel leichter fällt, Fehler zu machen, wenn man dafür nicht ausgelacht wird ...
Larissa und Isabell, das steht auf jeden Fall auf meiner Liste für 2014.
Mit all den Seminaren im Rücken startete das Agi-Mobil am 05.07. zur Baliistoo nach Bad Liebenzell. Die Anreise am Freitag war stressig - jede Menge Stau am Berg und das Navi schickte und dann wieder zur Umgebungserkundung. Ich hibbelte auf dem Beifahrersitz - aber wir kamen pünktlich an. Fanden unseren stromlosen Stellplatz dann auch viel besser als die Sardinenbüchse vor der Halle. Peter baute unserer Übergangszuhause und ich ging mit Donna und Hops mal zur Halle. Ich war ja wirklich gespannt, wie der Kobold mit dem ungewohnten Surrounding umgehen würde - ein paar Testsprünge auf dem Aufwärmplatz - das war Hops alles vollkommen schnuppe. Völlig egal wo die Sprünge stehen - Hauptsache, da steht überhaupt ein Parcours.
Unser A-Lauf am Freitag war wirklich schön, schnell und von Larissa inspiriert - aber der Wandertunnel führte uns dann in ein schönes Dis.
Am Samstag dann der einzige Nuller in der ganzen A1 - 1. Platz, 1. Quali und Schleife. Im Jumping flogen wir dann wegen des Sacktunnels ins Dis und am Sonntag war es der Slalom ...
Auch bei der Landesmeisterschaft am 14. Juli in Sprendlingenwar es mal wieder der Slalom - und natürlich die Hürden, die Dirk auf freundliche 65 cm gelegt hatte ...
Aber erst mal ist der Slalom nun unser zentrales Thema - wir fahren jeden einzelnen Tag auf einen Feldweg, stellen die 12 Stangen und nach 4-8 Variationen packen wir das ganze wieder ein ...
Mal sehen, wie das übermorgen in Offenbach dann klappt ...
Mal ein kleiner Nachtrag:
Vom 5.- 9. Juni waren wir in Hockenheim. 2 Tage Seminar bei Krizsta und Alex, 2 Tage Turnier - und dazwischen Party mit jeder Menge Baileys ;-)
Außer einer Menge wahnsinnig netter Menschen hab ich an dem WE die Franzosen gelernt "dann musst du rennen wie verrückt" sagte Kriszta immer - und gerannt sind wir. Wie verrückt. 2. Tag war dann bei Alex, dass war dann so der Rundumschliff ... Umsetzen konnten Hops und ich das nicht im anschließenden Turnier - wobei wir einen fulminantes Jumping mit wahnsinnig vielen Franzosen hinlegten, zwischen denen ich mich dann zwischenzeitlich ein wenig desorientiert hatte ...
Dafür lief dann Nina ihre erste Quali, und die hat schließlich schon viel länger darauf hin gearbeitet ...
Für Hops und mich war dann erst mal Pause, weil ich beruflich nach Irland geflogen bin. Mir war ja vorher klar, wie sehr mir meine Hunde fehlen würden. Aber es war doch noch schlimmer. Wenn ich Menschen mit Hunden begegnete, musste ich echt aufpassen, dass ich mir nicht mal eine Extraportion Streicheleinheiten klaue ... ;-) Beim Spaziergang am Blackrock Castle Observatory kam mir dann plötzlich ein klatschnasser Border Collie entgegen. Mein Herz schrie "komm und lass dich streicheln" ... und genau das tat er - ließ sein Spielzeug fallen und kam ne Runde knuddeln ... Herrchen guckte völlig entsetzt auf mein Outfit (Businessanzug) und flüchtete samt Hund ... und ich roch immer wieder an meiner Hand wie ein Junkie an Benzin ...
Vom 28.-30. Juni waren wir dann in Fulda bei den Fiedler Sisters. Hammerhart, konsequent, lang und anstrengend. Und genial. Hier hab ich kapiert, wiiiiie wichtig Lob und Motivation sind. Und dass es so viel leichter fällt, Fehler zu machen, wenn man dafür nicht ausgelacht wird ...
Larissa und Isabell, das steht auf jeden Fall auf meiner Liste für 2014.
Mit all den Seminaren im Rücken startete das Agi-Mobil am 05.07. zur Baliistoo nach Bad Liebenzell. Die Anreise am Freitag war stressig - jede Menge Stau am Berg und das Navi schickte und dann wieder zur Umgebungserkundung. Ich hibbelte auf dem Beifahrersitz - aber wir kamen pünktlich an. Fanden unseren stromlosen Stellplatz dann auch viel besser als die Sardinenbüchse vor der Halle. Peter baute unserer Übergangszuhause und ich ging mit Donna und Hops mal zur Halle. Ich war ja wirklich gespannt, wie der Kobold mit dem ungewohnten Surrounding umgehen würde - ein paar Testsprünge auf dem Aufwärmplatz - das war Hops alles vollkommen schnuppe. Völlig egal wo die Sprünge stehen - Hauptsache, da steht überhaupt ein Parcours.
Unser A-Lauf am Freitag war wirklich schön, schnell und von Larissa inspiriert - aber der Wandertunnel führte uns dann in ein schönes Dis.
Am Samstag dann der einzige Nuller in der ganzen A1 - 1. Platz, 1. Quali und Schleife. Im Jumping flogen wir dann wegen des Sacktunnels ins Dis und am Sonntag war es der Slalom ...
Auch bei der Landesmeisterschaft am 14. Juli in Sprendlingenwar es mal wieder der Slalom - und natürlich die Hürden, die Dirk auf freundliche 65 cm gelegt hatte ...
Aber erst mal ist der Slalom nun unser zentrales Thema - wir fahren jeden einzelnen Tag auf einen Feldweg, stellen die 12 Stangen und nach 4-8 Variationen packen wir das ganze wieder ein ...
Mal sehen, wie das übermorgen in Offenbach dann klappt ...
Samstag, 1. Juni 2013
"Wer scheiße führt ...
... muss mit Scheiße zufrieden sein."
Diesen Klassiker von Agility-Legende Hinky Nickels zitierte Michael Rusch bei unserem Hallentraining in Rumpenheim, an dem wir (damals noch Offenthaler) teilnehmen durften. Das war 2007 und ich war noch ein Frischling in der Welt der Tunnel und Hürden. Das Hinky-Zitat hatte auf mich nicht nur prägende Wirkung, sondern löste auch das brennende Verlangen aus, bei diesem Menschen einmal trainieren zu dürfen "wenn ich mal groß bin."
2010 war es dann soweit. Ich traf Sabine und Hinky bei einem Seminar in Dreieichenhain. Es war das erste Training für Donna nach ihrer Verletzung - und nach einer kleinen Runde war auch schon wieder Schluss - Donna lahmte wieder und wir packten unsere Sachen und fuhren nach Hause. Für mich ein rabenschwarzer Tag - wesentlich schlimmer als das verpatzte Seminar wog die Sorge um meinen Seelenhund. Am zweiten Seminartag blieb Donna dann daheim und ich packte ich den Spanier ein - so ein bisschen Hinky-Feeling wollte ich dann doch unbedingt haben, auch wenn für Fly das Beste am Agi war, ohne Leine in vollem Speed über den Platz zu toben :D
Von dem Seminar sind mir eigentlich 3 Dinge in Erinnerung geblieben: ich fand es doch ganz schön peinlich, mit einem nicht ausgebildeten Hund den Seminarbetrieb aufzumischen, Fly und der Mini-Bully von Vio fanden sich gar nicht sympathisch - und Hinkys Aufforderung "guck hin, wo dein Hund hin soll".
3 Jahre später nun also Hinky-Seminar 2.0
Das Motto war diesmal: Zwischen Sonnenbrand und Schlammschlacht - ein Seminarwochenende der Extreme
Schon die Anreise nach Kindenheim war extrem aufregend - immerhin war es unsere erste Tour mit dem Agi-Mobil. In Worms konnte Peter dann gleich zeigen, dass er die Sache mit dem Hängerfahren voll im Griff hat, denn wegen einer gesperrte Brücke schickte uns das Navi erst mal zur Stadtbesichtigung ...
Kurz vor 18 Uhr erreichten wir den Hundeplatz, ein riesiges Gelände und extrem idyllisch mitten in Rapsfeldern und Wiesen gelegen. Der Empfang von Mobilfunk und Internet war allerdings extrem bescheiden ;-)
Unser Agi-Mobil bekam dann einen wunderschönen Platz neben einer kleinen Linde und Sabines Wowa. Unser Schafzaun entpuppte sich allerdings als extrem unzureichend, da Flychen sich ständig darin verhedderte, wenn er mir hinterher wollte (oder irgend etwas aufregendes auf der anderen Seite des Zaunes (zum Beispiel Sabines Hunde)) erblickte. Hope verhedderte sich genau einmal - dann sprang sie zur Not einfach über den Zaun ... Und wenn Frauchen einfach ohne sie weggeht, ist das natürlich ein klarer Notfall.
Kurzerhand wurde der Spanier dann zur eigenen Sicherheit an die Leine gelegt.
Die erste Nacht im Wowa war bequemer als erwartet - die Hunde suchten sich jeder ein Plätzchen und nur Hope mogelte sich in den frühen Morgenstunden zu mir ins Bett.
Nach dem Frühstück traf auch Hinky mit dem Womo ein, die Gruppen wurden eingeteilt und die Parcours gestellt. Das Wetter war fantastisch, strahlend blauer Himmel, Sonne pur und Temperaturen, die gegen Nachmittag schon fast zu warm wurden.
Unsere Gruppe machte sich bei Sabine auf die Suche nach der Ideallinie im Parcours - und die lag irgendwie immer da, wo ich sie nie vermutet hätte ;-)
Sieht doch eigentlich ganz harmlos aus ;-)
Kurz nach der letzten Hunderunde setzte der angekündigte Regen ein. Und es regnete sich durch die Nacht und hört einfach nicht mehr auf. Unverdrossen meldeten wir uns pünktlich am nächsten Morgen auf Parcours 2 bei Hinky. Und der schaffte es, uns das Wetter vergessen zu lassen. Genau genommen hab ich sogar den Parcours vergessen - eine Tatsache, die dank Hinkys Sprüchen vermutlich bei allen aus der Gruppe in Erinnerung bleiben wird ...
Diesen Klassiker von Agility-Legende Hinky Nickels zitierte Michael Rusch bei unserem Hallentraining in Rumpenheim, an dem wir (damals noch Offenthaler) teilnehmen durften. Das war 2007 und ich war noch ein Frischling in der Welt der Tunnel und Hürden. Das Hinky-Zitat hatte auf mich nicht nur prägende Wirkung, sondern löste auch das brennende Verlangen aus, bei diesem Menschen einmal trainieren zu dürfen "wenn ich mal groß bin."
2010 war es dann soweit. Ich traf Sabine und Hinky bei einem Seminar in Dreieichenhain. Es war das erste Training für Donna nach ihrer Verletzung - und nach einer kleinen Runde war auch schon wieder Schluss - Donna lahmte wieder und wir packten unsere Sachen und fuhren nach Hause. Für mich ein rabenschwarzer Tag - wesentlich schlimmer als das verpatzte Seminar wog die Sorge um meinen Seelenhund. Am zweiten Seminartag blieb Donna dann daheim und ich packte ich den Spanier ein - so ein bisschen Hinky-Feeling wollte ich dann doch unbedingt haben, auch wenn für Fly das Beste am Agi war, ohne Leine in vollem Speed über den Platz zu toben :D
Von dem Seminar sind mir eigentlich 3 Dinge in Erinnerung geblieben: ich fand es doch ganz schön peinlich, mit einem nicht ausgebildeten Hund den Seminarbetrieb aufzumischen, Fly und der Mini-Bully von Vio fanden sich gar nicht sympathisch - und Hinkys Aufforderung "guck hin, wo dein Hund hin soll".
3 Jahre später nun also Hinky-Seminar 2.0
Das Motto war diesmal: Zwischen Sonnenbrand und Schlammschlacht - ein Seminarwochenende der Extreme
Schon die Anreise nach Kindenheim war extrem aufregend - immerhin war es unsere erste Tour mit dem Agi-Mobil. In Worms konnte Peter dann gleich zeigen, dass er die Sache mit dem Hängerfahren voll im Griff hat, denn wegen einer gesperrte Brücke schickte uns das Navi erst mal zur Stadtbesichtigung ...
Kurz vor 18 Uhr erreichten wir den Hundeplatz, ein riesiges Gelände und extrem idyllisch mitten in Rapsfeldern und Wiesen gelegen. Der Empfang von Mobilfunk und Internet war allerdings extrem bescheiden ;-)
Unser Agi-Mobil bekam dann einen wunderschönen Platz neben einer kleinen Linde und Sabines Wowa. Unser Schafzaun entpuppte sich allerdings als extrem unzureichend, da Flychen sich ständig darin verhedderte, wenn er mir hinterher wollte (oder irgend etwas aufregendes auf der anderen Seite des Zaunes (zum Beispiel Sabines Hunde)) erblickte. Hope verhedderte sich genau einmal - dann sprang sie zur Not einfach über den Zaun ... Und wenn Frauchen einfach ohne sie weggeht, ist das natürlich ein klarer Notfall.
Kurzerhand wurde der Spanier dann zur eigenen Sicherheit an die Leine gelegt.
Die erste Nacht im Wowa war bequemer als erwartet - die Hunde suchten sich jeder ein Plätzchen und nur Hope mogelte sich in den frühen Morgenstunden zu mir ins Bett.
Nach dem Frühstück traf auch Hinky mit dem Womo ein, die Gruppen wurden eingeteilt und die Parcours gestellt. Das Wetter war fantastisch, strahlend blauer Himmel, Sonne pur und Temperaturen, die gegen Nachmittag schon fast zu warm wurden.
Unsere Gruppe machte sich bei Sabine auf die Suche nach der Ideallinie im Parcours - und die lag irgendwie immer da, wo ich sie nie vermutet hätte ;-)
Sieht doch eigentlich ganz harmlos aus ;-)
Mit staubtrockenen Humor erarbeitete sie mit jedem Team den optimalen Laufweg, deckte dabei aber gnadenlos die Defizite bereits bei den Basics auf:
schon das Schicken in den Tunnel war bei Hope und mir eine echte Herausforderung. Eigentlich muss ich sie schon regelrecht in den Eingang reinstopfen. Und bin dann zwangsläufig nie da, wo ich sein sollte, wenn sie am anderen Tunnelende wieder heraus kommt. Beim Versuch, sie vor dem Sprung zu stellen damit sie danach eng rumkommt (z. B. von der 6 gerade auf die 7 von vorne und dann auf die 11), schickte ich Hope des öfteren ins "Außen" - was ja blöderweise nie so gut klappt, wenn ich das mal absichtlich machen will.)
Als der zweite und letzte Trainingsblock des Tages geschafft ist, sind auch Mensch und Hund geplättet. Aber ich war wirklich stolz auf meine Kleine, die bis zum Ende so tapfer mitgearbeitet und alles gegeben hat.
Zurück beim Agi-Mobil verzog sich die Hope erst mal unter den Wagen, Frauchen suchte sich den Schatten der kleinen Linde. Und hatte dann ziemlich bald ein Hoppeding auf dem Schoß, das durchaus zu Recht Belohnung und Anerkennung in Form von ausgiebigen Streicheleinheiten forderte ...
Zum Abendessen fuhren wir nach Bockenheim, wo wir im Sonnenhof ein der Weingegend angemessenes Viertele schlotzten und uns mit einem üppigen Schnitzel stärkten.
Kurz nach der letzten Hunderunde setzte der angekündigte Regen ein. Und es regnete sich durch die Nacht und hört einfach nicht mehr auf. Unverdrossen meldeten wir uns pünktlich am nächsten Morgen auf Parcours 2 bei Hinky. Und der schaffte es, uns das Wetter vergessen zu lassen. Genau genommen hab ich sogar den Parcours vergessen - eine Tatsache, die dank Hinkys Sprüchen vermutlich bei allen aus der Gruppe in Erinnerung bleiben wird ...
Ich erweiterte meine Sammlung um einen weiteres Hinky-Zitat: "Um den Bus zu bekommen, sollst du nicht schneller rennen, sondern früher loslaufen." Sag ich meiner Tochter ja auch immer, aber offensichtlich nicht prägnant genug *grins*
Hinky hat ein unglaubliches Talent, die Dinge so zu verpacken, dass wir es verstehen, umsetzen und uns merken können. Und lässt uns mit den Augen der Hunde sehen. Unsere Körpersprache ist zentrales Thema. Plötzlich laufe ich Belgier, die ich mir nie zugetraut hätte. Körpersprache hört auch nicht bei der Bewegung auf. Atme aus, damit du keine Spannung hast, wenn dein Hund zu dir kommen soll.
Erst als der Seminarblock vorbei ist, merke ich, wie patschnass ich bin.
Zum Mittagessen gibt es Spaghetti. Und ich stelle fest, dass man die auch ohne Käse essen kann, wenn man hungrig genug ist. Vorher schieben wir zu Acht das Agi-Mobil von der Wiese, die sich immer mehr in einen kleinen Teich verwandelt.
Im zweiten Seminarblock mobilisieren Mensch und Hund die letzten Kräfte. Vor allem der Dauerregen zermürbt uns zunehmend. Hope sieht aus wie eine nasse Ratte, auch farblich.
Doch auf jeden Fall ein extrem geniales Seminarwochenende. Und sicher nicht mein letztes bei Hinky und Sabine. Das nächste ist bereits in Planung ...
Donnerstag, 30. Mai 2013
Suum cuique - jedem das seine ...
... wussten schon die alten Griechen und Römer, wenn auch mit etwas philosophisch anspruchsvollerem Hintergrund als meinem Blog hier zugemutet werden kann ;-)
Exkurs für Philosophie-Begeisterte: überliefert ist unter anderem vom älteren Cato: "Suum cuique per me uti atque frui licet" (Soweit es an mir liegt, soll jeder das Seine nutzen und genießen dürfen).
Unweigerlich entsteht vor meinem inneren Auge das Bild meines Lateinlehrers, geschmackvoll in neongelbe oder hornhautockerfarbene Hemden gewandet und ganz sicher einer der Retter der Pomaden-Industrie - gänsehautgeschüttelt kehre ich fluchtartig zum Thema zurück :o
(aber nicht vorher noch einen anderen meiner Lieblingssprüche des römischen Staatsmanns an den geneigten Leser zu bringen: "Ceterum censeo Carthaginam esse delendam" - "Im übrigen bin ich der Meinung, dass Carthago zerstört werden muss" - was dann während des dritten punischen Krieges um 150 v. Chr. auch geschah - heute ist der Ausspruch in vielen Asterix-Bänden zu finden und meint eine jede hartnäckig wiederholte Forderung ...
Aber zurück zu "jedem das seine".
Samstag Morgen, 25. Mai. Um 7:30 Uhr trifft unsere kleine Karawane in Birkenau im Odenwald ein. Für Alpenbewohner mag die Kulisse ja eher mickerlich sein, aber für uns ist sie schon recht atemberaubend.
Nach dem Melden geht es wie immer erst mal auf Hunderunde. Die Natur liegt noch im Nebel, wie frisch gemalt und noch nicht ganz getrocknet. Für mich gehören diese Impressionen, diese Spaziergänge abseits unserer ausgetretenen Wege, dieses Entdecken von Neuland, zu meiner Leidenschaft für Agilityturniere dazu.
Klar, könnte man auch einfach so am Wochenende morgens um 6 Uhr aufstehen und irgendwo hinfahren ... aber dann würde ja der andere Teil meiner Leidenschaft zu kurz kommen ;-)
Richterin Sandra Körber stellt in Birkenau einen wirklich fun-tastischen Parcours.
Mit Tunnel-Junkie Donna laufe ich locker einen Nuller - mit Hops kassiere ich eine Verweigerung. Aber wir haben wirklich viel Fun.
Der A1 läuft eigentlich ganz gut, bis wir den Slalom neu ansetzen müssen - und da steht der Steg dumm im Weg rum ...
Der A2 lief auch nicht - schon an der Wand eine Fehler ... da war das Dis dann auch egal ...
Unweigerlich entsteht vor meinem inneren Auge das Bild meines Lateinlehrers, geschmackvoll in neongelbe oder hornhautockerfarbene Hemden gewandet und ganz sicher einer der Retter der Pomaden-Industrie - gänsehautgeschüttelt kehre ich fluchtartig zum Thema zurück :o
(aber nicht vorher noch einen anderen meiner Lieblingssprüche des römischen Staatsmanns an den geneigten Leser zu bringen: "Ceterum censeo Carthaginam esse delendam" - "Im übrigen bin ich der Meinung, dass Carthago zerstört werden muss" - was dann während des dritten punischen Krieges um 150 v. Chr. auch geschah - heute ist der Ausspruch in vielen Asterix-Bänden zu finden und meint eine jede hartnäckig wiederholte Forderung ...
Aber zurück zu "jedem das seine".
Samstag Morgen, 25. Mai. Um 7:30 Uhr trifft unsere kleine Karawane in Birkenau im Odenwald ein. Für Alpenbewohner mag die Kulisse ja eher mickerlich sein, aber für uns ist sie schon recht atemberaubend.
Nach dem Melden geht es wie immer erst mal auf Hunderunde. Die Natur liegt noch im Nebel, wie frisch gemalt und noch nicht ganz getrocknet. Für mich gehören diese Impressionen, diese Spaziergänge abseits unserer ausgetretenen Wege, dieses Entdecken von Neuland, zu meiner Leidenschaft für Agilityturniere dazu.
Klar, könnte man auch einfach so am Wochenende morgens um 6 Uhr aufstehen und irgendwo hinfahren ... aber dann würde ja der andere Teil meiner Leidenschaft zu kurz kommen ;-)
Richterin Sandra Körber stellt in Birkenau einen wirklich fun-tastischen Parcours.
Mit Tunnel-Junkie Donna laufe ich locker einen Nuller - mit Hops kassiere ich eine Verweigerung. Aber wir haben wirklich viel Fun.
Der A1 läuft eigentlich ganz gut, bis wir den Slalom neu ansetzen müssen - und da steht der Steg dumm im Weg rum ...
Der A2 lief auch nicht - schon an der Wand eine Fehler ... da war das Dis dann auch egal ...
Sonntag, 19. Mai 2013
19. Mai: Pfingstturnier bei der SGV in Köppern
Kurz vor der Abfahrt fällt mir auf, dass das Navi den Zielort in Köppern nicht findet - also schalten wir nach hektisch-ergebnisloser Internet-Suche auf analogen Modus: Peter lotst mich via Karte in altmodischer Papierform ;-) Trotz gewisser Skepsis kommen wir wohlbehalten am Ziel an, ergattern einen sagenhaften Schattenparkplatz und Peters Champion Service bekommt wieder ein paar Pluspunkte mehr (keine Ahnung, was er damit machen kann, aber hört sich auf jeden Fall gut an 8-) )
Völlig überraschend (ich hatte keine Starterlisten gefunden) treffen wir Ingeborg und Thomas und haben einen reservierten Platz für unser Zelt.
Der Platz ist wirklich wunderschön und die waldreiche Umgebung ein Traum, von dem wir nicht wirklich viel haben, weil ich entweder selber starte oder den A3ern zuschaue.
Nachdem das Hoppedings letzten Samstag die Kontaktzonen ausgeblendet hat, war es diesmal der Slalom. Erst beim 3. Versuch hat sie richtig eingefädelt und wir haben einen absolut simplen Parcours mit 2 Verweigerungen abgeschlossen.
Mit Donna in A2 gab es Dis - aber an der völlig falschen Stelle ... die Verleitung Kontaktzone oder Tunnel hat sie prima gelöst.
Im Jumping mit Hope klappt die Welle nicht - der Slalom auch nicht und insofern ist es schon egal, dass wir dann auch noch ein Dis kassieren, weil Hops den Tunnelblick hat ... ;-)
Und dann das gleiche noch mal mit Donna: die Welle? kein Problem, macht sie perfekt. Aber das wusste ich ja. Nun kommt der Slalom. Aber den können wir heute auch. Donna beschleunigt über den Sprung in den Tunnel und holt mich am Weitsprung wieder ein. Tunnel, Sprung, Tunnel - noch 3 Sprünge und wir sind im Ziel. FEHLERFREI!!! Davon gibt es natürlich mal kein Video, weil der Akku vom iPhone plötzlich leer war und bei einem 28 Sekunden-Lauf ist das eben alternativlos :D
Mit Platz 5 kommen wir sogar noch in die Siegerehrung und mein Herzhund schläft grad selig auf der gewonnenen Decke, dazu gab es Leckerlis für Hund und Frauchen.
Das Wetter hielt trotz einiger unheilverkündenden Wolken bis zum Schluss - der Himmel war überwiegend blau und wolkenlos, die Sonne lachte aus allen Knopflöchern - what a beatiful day!!!
Montag, 13. Mai 2013
Feucht-Fröhliches Agi-Wochenende in Ostheim und Hausen-Obertshausen
Samstag, 12. Mai - Ostheim
(Nidderau)
Da Peter sich mit dem neuen Wowa
beschäftigen möchte, fahre ich mit Hope alleine nach Ostheim. Das Wetter ist
auf Dusche geschaltet und ich baue sicherheitshalber gleich das Quetchua auf.
Lohnt sich definitiv, aber Memo an mich: bei diesen Witterungsverhältnissen
Stuhl vor der Gassirunde in das Zelt stellen. ;-)
A-Lauf war nicht wirklich
prickelnd, Hope springt vom Steg ab (und dabei war ich immer so sicher, dass
Kontaktzonen das sind, was wir wirklich können) - aber mit V5 die zweite Quali
für die Landesmeisterschaft.
Jumping war grottig - hab (einmal
ist immer das erste Mal) den Parcours kurzfristig vergessen und mich dann mit
einigen Fehlern und Verweigerungen ins Ziel geschleppt - noch mal Memo an mich:
vergiss "Weg" - Belgier ist okay, Franzose auch - aber führe von
vorne!!!
Sonntag, 13. Mai -
Hausen-Obertshausen
Muttertag. Outdoor-Duschen.
Aber wirklich sehr schöne Anlage und klasse Parcours. Aber nach Hopes
Abspringen fehlt mit plötzlich das Vertrauen in meinen Hund und das rächt sich
mal wieder - da hilft es wenig, wenn ich Leidensgenossen erklären kann, dass
man die Fehler aus dem letzten nicht mit in den neuen Parcours nehmen sollte.
;-)
Ich starte mit beiden Hunden und
zeige eine absolut konstante Leistung: 4 x Dis. Hope habe ich einmal in die
Irre geführt, im Jumping hat sie mich schon ziemlich ignoriert - Donna hatte
einfach nur Spaß und hat die Parcours kreativ umgestaltet.
Anyway - es war ein wirklich tolles
Wochenende - und auch wenn mir das keiner glaubt --- dabei sein ist alles!
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